23. August 2026
WM in Achen: Coolio und der Holsteiner Stamm 2067

Nach dem großartigen Mannschaftserfolg war das Glück im Einzelfinale nicht mehr ganz auf der Seite der deutschen Reiter. Mit jeweils einem leichten Abwurf in den beiden anspruchsvollen Umläufen rangierten Marcus Ehning und sein über die gesamte Woche hinweg überragend springender Coolio v. Casalito-Quidam de Revel (Martina Wirtz, Hohenzieritz), Stamm 2067, am Ende auf Platz sieben.
Coolio war das erste Fohlen seiner Mutter. Über die Holsteiner Fohlenauktion wechselte er 2013 zunächst nach Bayern, wo ihn später die Familie Marschall entdeckte. Marcel Marschall bildete den Wallach aus und entwickelte Coolio bis auf 1,55/1,60-Meter-Niveau. Schließlich wurde Marcus Ehning auf den Holsteiner aufmerksam und konnte ihn für sich sichern. Bei ihrem ersten gemeinsamen Championat, der Europameisterschaft in A Coruña (ESP), gewannen sie Bronze mit der Mannschaft, in Aachen nun Gold. Man darf gespannt sein, was die Zukunft für dieses Paar noch bereithält.


Tornado VS v. Toulon

Ebenfalls unter den besten Zehn der Welt schlossen Armando Trapote (ESP) und Tornado VS v. Toulon-Contender (Vanessa Schockemöhle, Mühlen), Stamm 2067, die Weltmeisterschaften ab. Der nur 1,57 Meter große, dafür aber mit umso mehr Einstellung ausgestattete Holsteiner glänzte über das gesamte Turnier hinweg. Lediglich in der fünften und letzten Runde lief es nicht mehr ganz nach Plan.

asset_imageLT Holst Frieda v. Colman

Und dann war in Aachen noch ein weiteres Pferd am Start, das viel Aufmerksamkeit verdiente: LT Holst Frieda v. Colman-Casall. Der Brite Harry Charles gewann mit der in Neuseeland registrierten Stute Bronze in der Einzelwertung. Es ist bekanntlich keine Seltenheit, dass auch andere Zuchtverbände mit Holsteiner Genetik herausragende Erfolge feiern. Bei dieser Stute darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass sie aus derselben Mutterlinie mit der Stammnummer 2067 wie Marcus Ehnings Coolio kommt. Zurück geht dieser Erfolg auf die Capitol-I-Tochter Alraune, die übrigens auch die Mutter von Toni Hassmanns Landstreicher ist.

Und mit Out of the Blue SCF v. Verdi-Cassini I gewann im Team der Amerikaner eine weitere Vertreterin des Holsteiner Stammes 2067 die Bronzemedaille im Nationenpreis dieser Weltmeisterschaften.

Die Erfolge in Aachen zeigen eindrucksvoll, welche Qualität und Vielseitigkeit in der Holsteiner Genetik steckt – und dass der Stamm 2067 aktuell auf höchstem internationalem Niveau für Furore sorgt.

Zum Ergebnis

Fotos: Eva Kristin Bartels

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