22. August 2026
Deutsches Mannschaft-Gold in Aachen: cool, cooler, Coolio

Aachen schreibt ein weiteres goldenes Kapitel: Bei den FEI Jumping World Championships sicherte sich die deutsche Springreiter-Equipe vor heimischem Publikum die Goldmedaille – und mit dabei war ein Holsteiner, der mit drei blitzsauberen Runden zum Erfolg beitrug: Coolio v. Casalito-Quidam de Revel (Martina Wirtz, Hohenzieritz), Stamm 2067.

Als erster deutscher Reiter eröffnete Marcus Ehning den zweiten Umlauf des Nationenpreises unter Flutlicht. Mit Coolio lieferte der 52-Jährige erneut genau das ab, was die deutsche Equipe in diesem Moment brauchte: eine souveräne und hochkonzentrierte Runde. Damit legte das Paar den Grundstein für den späteren Triumph und unterstrich einmal mehr seine Bedeutung für die Mannschaft.

„Ich bin einfach fasziniert von meinem Pferd“
„Ich bin einfach fasziniert von meinem Pferd“, sagte Marcus Ehning und räumte mit einem Augenzwinkern ein, dass er an gleicher Stelle vor 20 Jahren deutlich nervöser gewesen sei. 2006 gehörte er bereits zur deutschen Equipe, die in Aachen Bronze gewann – inklusive jenes legendären Schreckmoments an der Mauer. Doch diese Szene ist längst Geschichte.
Auch für den Holsteiner Verband ist dieser Erfolg ein besonderer Anlass zur Freude. Coolio, ein Sohn des Casall-Sohnes Casalito, hat mit Marcus Ehning erneut eindrucksvoll unterstrichen, dass Holsteiner Pferde an den Weltspitze zuhause sind. Übrigens: Coolio, der von Marcel Marschal in den Sport gebracht wurde, wurde einst auf einer Fohlenauktion des Holsteiner Verbandes in Elmshorn entdeckt.
Dass die deutsche Mannschaft am Ende mit deutlichem Vorsprung von 4,48 Strafpunkten Weltmeister wurde, war das Ergebnis einer herausragenden Teamleistung. Marcus Ehning und Coolio hatten daran einen maßgeblichen Anteil. Gemeinsam mit Daniel Deusser und Otello de Guldenboom v. Tobago Z-Caretino, Sophie Hinners und Iron Dames Singclair v. Singular LS la Silla-Cardento sowie Richard Vogel und United Touch S v. Untouched-Lux sorgte das deutsche Team für einen historischen Heimsieg in Aachen.
Bundestrainer Otto Becker zeigte sich entsprechend stolz: „Das, was die vier hier geleistet haben, war eine tolle Werbung für unseren Sport.“ Für Marcus Ehning und Coolio ist die Weltmeisterschaft damit allerdings noch nicht beendet. Ehning geht als aktuell Viertplatzierter mit 1,78 Strafpunkten in das Einzelfinale am Sonntag und hat damit Chancen auf eine weitere Medaille.

Der Holsteiner Verband gratuliert Marcus Ehning und Coolio und natürlich seiner Züchterin Martina Wirtz herzlich zu diesem herausragenden Erfolg!

Tornado VS auf Platz neun der Einzelwertung
„Doppelnull“ im Nationenpreis blieb außerdem der routinierte Tornado VS v. Toulon-Contender (Vanessa Schockemöhle, Mühlen), Stamm 8769. Mit Armando Trapote (ESP) gehört der quirlige Holsteiner auf Platz neun (4,57) zu den Top 10 der Einzelwertung.
Im Team der Britin, die Bronze gewannen, ging außerdem die in Neuseeland registrierte LT Holst Frieda v. Colman-Casall an den Start. Die Schimmelstute von Harry Charles ist – genau wie Coolio – eine Vertreterin des Holsteiner Stammes 2067.

Zum Ergebnis

Foto: Stefan Lafrentz (Coolio v. Casalito)

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