Mehr als ein Vierteljahrhundert lang war Donata von Preußen die Stimme des Holsteiner Pferdes – klug, sachkundig und stets mit feinem Gespür für Menschen wie Pferde. Sie prägte als Chefredakteurin im RathmannVerlag das Magazin PFERD+SPORT und in enger Zusammenarbeit mit dem Holsteiner Verband begleitete sie als Pressesprecherin Höhen und Tiefen der Zuchtgeschichte, berichtete fundiert, kommentierte differenziert und blieb dabei immer eines: unabhängig im Urteil und loyal im Umgang.
Ihre journalistische Haltung war geprägt von Integrität und großem hippologischem Sachverstand. Kollegen schätzten ihre Gelassenheit, ihre stilistische Eleganz und den Mut, auch strittige Themen klar anzusprechen, ohne je verletzend zu werden. Dieses Vertrauen öffnete Türen – zu Züchtern, Reitern und Funktionären. So wurde sie Chronistin einer ganzen Epoche.
Unvergessen bleiben ihre Begegnungen mit prägenden Persönlichkeiten der Holsteiner Geschichte wie Fritz Thiedemann sowie ihre Berichte von Olympischen Spielen und Weltreiterspielen. Ein Höhepunkt war für sie die Berichterstattung über die Olympischen Spiele 2008 in Hongkong, als Hinrich Romeike mit dem Holsteiner Marius Mannschafts- und Einzelgold gewann.
Für ihr außergewöhnliches Engagement wurde Donata von Preußen vielfach geehrt, unter anderem mit dem Meteor-Preis der Holsteiner Masters sowie der Goldenen Ehrennadel des Holsteiner Verbandes. Diese Auszeichnungen würdigten nicht nur ihre journalistische Leistung, sondern auch ihre tiefe Verbundenheit mit der Holsteiner Zucht. Dafür gilt Dank und bleibende Anerkennung.
Nun ist Donata von Preußen im Alter von 73 Jahren verstorben. Das Mitgefühl und die Anteilnahme des Holsteiner Verbandes gilt ihrer Familie.
Foto: Britt Carlsen