Privathengste

Neues von Privathengsten der Verbandsmitglieder

Privathengste präsentierten sich in Elmshorn

Erstellt von Carolin Tassius am Mittwoch, 8.2.2017

Zum 12. Mal luden die Holsteiner Privathengsthalter zur gemeinsamen Hengstschau ein. Die Fritz-Thiedemann-Halle war bis auf den letzten Platz gefüllt. Durch den Abend führten Achaz von Buchwaldt und Jens Wehrmann. Gekommen waren Hengste der Stationen Ahlmann, Böckmann, Mohr,  Schmidt, Tietz und Völz.
Den Auftakt der kurzweiligen Präsentation machte der 19-jährige Belgier Ogano Sitte v. Darco (Foto). Der Senior trabte frisch und energisch an der Hand herein. Wacher Blick, glasklare Beine – ein hartes Pferd! Schließlich ist der Fuchs selbst jahrelang geprüft im Sport.
Nach Elmshorn gekommen war auch der Siegerhengst von 2015, Charleston v. Cascadello-Cantus, im Besitz des Gestüts Fohlenhof in Haßloch und stationiert bei Dirk Ahlmann. Schon bei seiner Körung begeisterte der Schimmel aus dem Stamm 7126 durch sein patentes Springen sowie elastische Bewegungen. Charlestons Vater Cascadello I v. Casall-Clearway, wie sein Sohn im Besitz des Fohlenhofes und stationiert bei Dirk Ahlmann, war ebenfalls  gekommen. Unter Dirk Ahlmann nahm er jede Abmessung, ohne auch nur in die Nähe einer Stange zu kommen.
Wie der Vater so der Sohn, das trifft auch auf den Selle Français-Hengst Brantzau zu. Der Körsieger aus Frankreich stammt ab vom legendären Baloubet du Rouet und über seine Mutter Thorradina v. Carthago-Coriander aus dem Stamm 104A, der unter anderem auch Corradina hervorbrachte.
Weiteres „Fremdblut“ kam z.B. auch von der Station Böckmann in Gestalt des achtjährigen Hannoveraners Pikeur Lord Fauntleroy v. Lord Pezi, inzwischen in der schweren Klasse erfolgreich. Dieses Jahr wird nur TG-Samen von ihm vertrieben, da er sich auf den Sport konzentrieren soll, dieser ist zu beziehen bei Joachim Tietz. Das gleiche gilt für Pikeur Canvaro v. Cannavaro, der von Gilbert Böckmann vorgestellt wurde und durch vermögendes Springen auffiel. Er ist bei Joachim Tietz wie auch Balous Bellini v. Balou du Rouet, der aus demselben Mutterstamm kommt wie Olympiasiegerin Classic Touch, über Frischsamen zu beziehen.
Ein echtes Flugzeug stellte Heiko Schmidt vor: Chap II v. Cellestial-Contender.
Noch ein Sohn eines lange unterschätzten Vaters wurde von der Station Dirk Ahlmann vorgestellt: For Ever Jump. Er ist ein direkter For Pleasure-Sohn aus einer Chambertin-Mutter. Sein berühmter Vater lebt in diesem Hengst weiter. „Er springt wie For Pleasure leibt und lebt“, fand Achaz von Buchwaldt.
Ein Highlight war die Präsentation des Ponyhengstes Del Piero v. Dexter Leam Pondi unter Johanna Beckmann. Er mag gut 20 Zentimeter kleiner sein als seine Stallgefährten, aber er schafft spielend ähnliche Abmessungen.
Die Station Mohr, die im letzten Jahr auf der Körung mit den Hengsten von Quiwi Dream aufgefallen war, konnte Quiwi Dream nicht vorstellen, da zur selben Zeit in Offenburg eine Hengstschau stattfand. Er wurde repräsentiert durch seinen im letzten Jahr gekörten Sohn Quiwi Air, der mit Frischsamen in Ellerhoop angeboten wird.
Die Youngster Verano v. Vivant und Zornell II v. Zirocco Blue (Station Völz), die bereits erfahrenen Spitzenpferde Clinsmann v. Cassini II und Calmando v. Calido (beide Station Ahlmann) und  Zukunftspferde in den Startlöchern wie Pikeur Canvaro und Cannavaru v. Cannavaros (beide Station Ahlmann), Loveless v. Lord Z (Station Völz) und Come and Fly v. Cornet Obolensky (Station Heiko Schmidt), sie alle zeigten sich an diesem Abend in toller Form. Den krönenden Abschluss bildete „der vielleicht beste Hengst der Körsaison 2016“, wie Moderator Jens Wehrmann den dreijährigen Karajan v. Kannan-Verdi vorstellte. Der Hannoveraner war Springsieger seiner Körung in Westfalen und wechselte anschließend in den gemeinschaftlichen Besitz des Gestüts Fohlenhof und des Klosterhof Medingen. Er wurde aufgrund seines Alters nicht über dem Sprung gezeigt. D.W.

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