Bedingungen zur Nutzung

Holsteiner Hengsthaltungs GmbH 2017

Liebe Züchter, unter der Rubrik Bedingungen, haben wir die zur Zeit gültigen Bedingungen zu Nutzung der Hengste der Holsteiner Hengsthaltungs GmbH, Sonderregelungen, Informationen zu Tierarztkosten und weitere Informationen zusammengefügt.

Sollten Sie darüber hinaus noch Informationen benötigen, freuen wir uns auf Ihren Anruf unter +49 4121 92414.

Die beschriebenen Bedingungen sind gültig ab 31.01.2017.

 

Decksaison
1. Decksaison

Die Decksaison und somit auch der Samenversand ab Elmshorn beginnt ca. am 16.02.2017 und erfolgt bis ca. 10.08.2017. Hengste, die sich für das Bundeschampionat qualifiziert haben, können nach dem 01. August 2017 nicht mehr im Frischsamen zur Verfügung gestellt werden. Umrossende Stuten können im laufenden Kalenderjahr noch bis einschließlich 31.08.2017 von einem auf einer Station (Badendorf, Bokel, Sollwittfeld, Wellinghusen)
stehenden Hengst nachbesamt / nachbedeckt werden. Dies gilt auch, wenn die Stute zuvor von einem anderen Verbandshengst vorbesamt wurde.

Bestellungen

2. Bestellungen
Bestellungen für den Frischsamenversand am selben Tag über Nacht müssen bis spätestens 9:30 Uhr mit folgenden Angaben erfolgen:

1. Stute – Name, Abstammung, Lebensnummer
2. Stutenbesitzer mit Adresse und ggf. Mitgliedsnummer
3. gewünschter Hengst
4. besamender Tierarzt mit Adresse
5. Versandadresse
6. Nutzung im Embryotransfer
7. ggf. Telefonnummer für Rückfragen
Die Bestellung kann telefonisch, online, per E-Mail oder Fax erfolgen.

Eine Vorlage des Samenbestellformulars kann im Downloadbereich heruntergeladen werden. Vor der ersten Besamung einer Stute mit einem Holsteiner Verbandshengst muss ein entsprechender  Besamungsvertrag zwischen dem Stutenbesitzer und dem Hengsthalter geschlossen werden. Der Unterzeichner des Besamungsvertrags versichert, Eigentümer der in dem Vertrag geführten Stute zu
sein, oder von dem Eigentümer der Stute mit der Organisation der Besamung beauftragt worden zu sein.

Decktaxen

3. Decktaxen
Die Hengste, von denen Samen über die Holsteiner Verband  Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn bezogen werden kann, sind in mehrere Kategorien gegliedert:

A: Junghengste und Sporthengste in Frisch- bzw. TG-Samen
B: bewährte Vererber, ausschließlich über TG max. 2 künstliche Besamungen / Stute und Saison
C: diverse Hengste aus dem TG-Samendepot
D: Fremdhengste bzw. zugekaufter Samen

Die Decktaxen für die Nutzung von sogenannten Verbandshengsten während der Decksaison 2017 werden in zwei bzw. drei Stufen (Grundbetrag – Trächtigkeitsrate – ggf. Fohlengeld) berechnet.

1. Der hengstspezifische Grundbetrag ist für alle Züchter gleich. Dieser wird nach der ersten Besamung fällig und in Rechnung gestellt.

2. Sollte der Hengsthaltungs GmbH bis zum 15.09.2017 keine tierärztliche Bescheinigung über Nicht-Trächtigkeit vorliegen, wird vom Vorliegen einer erfolgreichen Bedeckung und somit von einer Trächtigkeit ausgegangen, so dass sodann mit Ablauf des 15.09.2017 zusätzlich die Trächtigkeitsrate für den zuletzt genutzten Hengst fällig und in Rechnung gestellt wird. Diese Trächtigkeitsrate ist aufgeteilt in zwei Preiskategorien (Decktaxe I / II).

a. Die vergünstigte Decktaxe I gilt ausschließlich für zum
Stichtag 15.09.2017 beim Holsteiner Verband eingetragene Stuten, die sich im Besitz von Mitgliedern des Holsteiner Verbandes befinden.

b. Für alle anderen Stuten gilt Decktaxe II als Berechnungsgrundlage.


3. Im Jahr nach der erfolgreichen Bedeckung wird nach der Geburt eines lebenden Fohlens in einigen Fällen ein Fohlengeld fällig. Sollte eine Stute nach der erfolgreichen Bedeckung 2017 im Folgejahr kein lebendes Fohlen zur Welt bringen, so muss hierüber bis zum 15.08.2018 ein tierärztliches Attest in Elmshorn eingereicht werden. da ansonsten ggf. ein Fohlengeld in Rechnung
gestellt wird.

Beachten Sie: Die Trächtigkeitsrate und das Fohlengeld werden auch im Falle des Verkaufs der Stute weiterhin demjenigen in Rechnung gestellt, der den Besamungsvertrag abgeschlossen hat.

Die Beitrittserklärungen liegen in den Deckstationen aus oder können von der Internetseite im Downloadbereich runtergeladen werden.

4. Bei Hengsten der Kategorie A, B und C erfolgt der Verkauf des Samens ausschließlich zum Zweck der Besamung der im Besamungsvertrag angemeldeten Stute. Der gelieferte Samen darf daher nicht zur Besamung einer anderen Stute oder zu anderen
Zwecken [,auch im Rahmen des ICSI-Verfahrens,] genutzt bzw. weiterveräußert werden. Für jeden Fall der Zuwiderhandlung wird eine Vertragsstrafe in Höhe des dreifachen ursprünglichen Gesamtbetrags des Deckgeldes fällig. Bei den Hengsten der Kategorie D erfolgt die Samenabgabe nach den Vorgaben der
jeweiligen Hengsthalter.

Hengstwechsel / Ausfall der Hengste
4. Hengstwechsel / Ausfall der Hengste:
Während der Decksaison ist ein Hengstwechsel jederzeit möglich. Bei dem Wechsel auf einen anderen Hengst der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH ist folgendes zu beachten:

1. Bei den Hengsten der Kategorie A, B und C wird das bereits gezahlte Deckgeld auf die neue fällige Decktaxe angerechnet, sodass stets nur die höhere Decktaxe bzw. die Differenz in Rechnung gestellt wird. Eine Gutschrift bei einem Wechsel auf einen günstigeren Hengst erfolgt nicht. Bei der Kategorie B erfolgen maximal zwei Samenlieferungen pro Stute und Saison,
danach kann unter Anrechnung des bisher gezahlten Deckgeldes auf einen Hengst der Kategorien A oder C gewechselt werden.

2. Bei Hengsten der Kategorie D erfolgt keine Gutschrift oder Übertragung des bereits gezahlten Deckgeldes. Es ist den Züchtern jedoch möglich, ohne Zahlung des Grundbetrages einen 3-jährigen
Junghengst zu nutzen.

Steht das Sperma eines Hengstes aus nicht  vorhersehbaren Gründen (Krankheit, Tod, o.ä.) oder aufgrund eines Turnierbesuches zum benötigten Zeitpunkt weder als Frisch- noch als TG-Samen zur
Verfügung, so gilt der Hengst als ausgefallen. Es ist dem Züchter dann möglich, eine von einem Verbandshengst vorbesamte Stute auch mit einem im Deckgeld höher liegenden Hengst ohne Aufpreis
zu besamen. Wird ein günstigerer Hengst gewählt und die Stute wird in dieser Rosse tragend so wird dem Züchter die Differenz gutgeschrieben, es besteht kein Anspruch auf Rückzahlung. Steht dagegen nach erneutem Umrossen dieser Stute der erstgenutzte
Hengst wieder zur Verfügung, so muss dieser wieder benutzt werden. Wird erneut ein teurerer Hengst genutzt, so wird die teurere Decktaxe bzw. die Differenz hierzu in Rechnung gestellt. Wird erneut ein günstigerer Hengst genutzt, so verfällt die Differenz.
Embryotransfer
5. Embryotransfer
Die Verwendung einer Stute im Embryotransfer muss bei der Samenbestellung angegeben werden und ist zwingend bei jeder Besamung zu vermerken. Zudem muss vor der ersten Besamung ein gesonderter Embryotransfervertrag zwischen dem Stuteneigentümer
und dem Hengsthalter abgeschlossen werden. Über die
erfolgten Spülungen und Empfängerstuten muss ein Nachweis geführt werden, die jeweiligen Ergebnisse müssen dem Hengsthalter durch den Züchter unmittelbar mitgeteilt werden. Wird ein Embryotransfer vorher nicht angegeben, wird jede Besamung doppelt berechnet. Je gespülter Embryo (auch bei eingefrorenen
Embryonen) wird der entsprechende Grundbetrag in Rechnung gestellt. Bei erfolgreichen Embryotransfers wird zum Ende der Decksaison nach Trächtigkeiten abgerechnet. Die Trächtigkeitsrate wird für jede zu diesem Zeitpunkt vorliegende Trächtigkeit in Rechnung gestellt. Casall steht nur mit besonderer schriftlicher
Genehmigung für den Einsatz im Embryotransfer zur Verfügung.
Gutschriften
6. Gutschriften
Für Stuten, welche nach einer Bedeckungen in 2017 güst bleiben, entfällt die Trächtigkeitsrate bei Einreichung eines Nichtträchtigkeits-Attests in Elmshorn bis zum 15.09.2017. Es erfolgen daher auch keine Gutschriften.

Wird eine Stute nach dem 01.07.2017 erstmalig von einem Hengst der Gruppen A, B und C besamt und bleibt in 2017 güst, so wird das jeweils bisher gezahlte Deckgeld für eine Benutzung eines Holsteiner Verbandshengstes für die selbe Stute in der folgenden
Decksaison gutgeschrieben. Die Gutschrift ist nur dann auf andere Stuten übertragbar, wenn die güstgebliebene Stute verendet ist oder nicht mehr in der Zucht eingesetzt wird. Im Falle des Verkaufs der Stute verbleibt die Gutschrift bei der Stute. Wird in der
folgenden Saison ein günstigerer oder gar kein Hengst genutzt, so verfällt die Restsumme der Gutschrift.

Bei den Hengsten der Gruppe D erfolgt keinerlei Gutschrift.

Eine Trächtigkeitsgarantie wird generell nicht übernommen, das Deckgeld ist in jedem Fall zu entrichten.
Samenversand
7. Samenversand
Die Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH versucht alle Züchter bestmöglich mit dem gewünschten Samen zu versorgen. Bei stark frequentierten Hengsten kann eine Beschränkung der Samenlieferungen auf max. 3 Portionen pro Stute und Rosse erfolgen. Den Stutenbesitzern wird empfohlen, bei rossenden
Stuten eine Kontrolle der Eierstöcke, der Gebärmutter und des Muttermundes durch hierin erfahrene Tierärzte durchführen zu lassen, um den optimalen Besamungszeitpunkt festzustellen.

Für die Züchter, die nicht mit einer Station der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn zusammen arbeiten, wird der Samen auf Bestellung direkt an die jeweiligen Züchter oder Tierärzte versandt. Für diesen direkten Samenversand werden die
Versandkosten gesondert in Rechnung gestellt. Ebenso gehen die Kosten für amtstierärztliche Begleitpapiere pro Hengst und Sendung zum Versand des Samens außerhalb Deutschlands zu Lasten des Züchters (Versandkosten + ca. € 40,00).

Für den Versand von Tiefgefriersperma stellt der Kunde den Container und zahlt eine Stickstoff-Pauschale von 25,-€. Alternativ kann ein Einweg-Container für 105,- Euro + MwSt. zzgl. Stickstoff-Pauschale erworben werden. Die Anzahl der Pailletten pro Besamung entnehmen Sie dem jeweils beiliegenden Samenverwendungsnachweis. Diesen Verwendungsnachweis senden Sie bitte nach der Besamung umgehend vollständig ausgefüllt zusammen
mit den leeren Pailletten nach Elmshorn zurück.

Für die rechtzeitige Auslieferung gibt die Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn keine Gewähr, sofern der Samen ordnungsgemäß durch die Besamungsstation an das Transportunternehmen
übergeben wurde.

Der von der Besamungsstation mitgelieferte Samenversand- und Verwendungsnachweis ist vom Tierarzt bzw. Besamungsbeauftragten umgehend vollständig ausgefüllt und unterschrieben zusammen
mit der Versandbox an die Besamungsstation der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn zurückzuschicken.

In der nebenstehenden Liste sehen Sie, welche Hengste für die Hofbesamung, für den bundesweiten oder europaweiten Frischsamenversand zur Verfügung stehen. Diese Liste finden Sie ebenfalls während der Decksaison stets aktualisiert auf der Website unter Samenversand.

 

Deckkarten
8. Deckkarten
Deckkarten werden dem Züchter nach Überprüfung der Decklisten im Dezember von der Geschäftsstelle in Elmshorn zugesandt. Die Deckkarten werden jährlich in wechselnden Farben ausgegeben.
Sie enthalten:

• Bedeckungsnachweis (bestätigt durch die Geschäftsstelle)

• Geburtsanzeigekarte, vom Stutenbesitzer gut leserlich - möglichst in Blockschrift - auszufüllen und innerhalb von 28 Tagen an die Geschäftsstelle des Holsteiner Verbandes in Kiel einzusenden. Für nicht fristgerecht gemeldete Fohlen wird eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr von 20,– Euro
(bis 4 Wochen zu spät) bzw. 50,– Euro (über 4 Wochen zu spät) + MwSt. je Fohlen erhoben. Bei Fohlen von noch nicht eingetragenen Stuten sind unbedingt Vater und Mutter der Stute auf der Geburtsanzeige zu vermerken.
Begrenzung der Hengste

9. Begrenzung der Hengste

Die Begrenzung der Hengste erfolgt nach den Vorgaben der Satzung.

Grundlage der Bestimmungen

11. Grundlage der Bestimmungen

Grundlage der Bestimmungen ist der Stutenbestand lt. Bestandsmeldung des Züchters vom 01.01.2017.

Gerichtsstand

11. Gerichtsstand

Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist der Sitz der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn, sofern es sich bei dem Besteller um einen Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt oder der Käufer
über keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland verfügt.

Zusätzliche Bedingungen auf Holsteiner Verbandsstationen:

1. Samenversand auf die Verbandsstationen
Die Züchter innerhalb Schleswig-Holsteins haben die Möglichkeit Samen fast aller Verbandshengste auf jeder Deckstation der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn zu erhalten.

Der Samen wird per Nachtkurier an die gewünschte Station ausgeliefert, ohne dass für den Züchter Versandkosten anfallen. Zusätzlich besteht für die Züchter innerhalb Schleswig-Holsteins die Möglichkeit der Hofbesamung. Bei dieser Variante wird der Samen ebenfalls über eine Station bestellt und  versandkostenfrei an diese Station verschickt. Nach Ankunft auf der Station wird der Samen direkt an vertraglich zugelassene Besamungstierärzte
weitergeleitet. Diese besamen dann die Stute auf dem Züchterhof.


2. Bringen Mitglieder ihre Stuten zum Hengst, ist der Stationshalter verpflichtet, sich die Mitgliedsnummer und den Equidenpass der Stute vorlegen zu lassen. Sollten seitens der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn mehrfach gemahnte Forderungen gegenüber dem Stuteneigentümer bestehen, erfolgt keine Bedeckung der Stute(n)!


3. Vor der Bedeckung/Besamung der Stuten durch stark genutzte Hengste hat der jeweilige Stationswärter das Recht, auch von einer am Hengst auf der Station eine deutliche Rosse zeigenden Stute, eine Follikelkontrolle vom Stationstierarzt vornehmen zulassen, damit sicher gestellt wird, dass ein besamungsfähiger Follikel (mind. 35 mm) vorhanden ist. Dies geschieht zur Schonung der Hengste und zur Verbesserung der Trächtigkeitschancen.

Bei güsten und 3-jährigen Stuten muss das Ergebnis einer Tupferprobe vorliegen. Sollte dies nicht der Fall sein, ist der Stationshalter/Stationstierarzt im Interesse aller Züchter berechtigt, die Stute nicht decken / besamen zu lassen.


4. Vorbedeckungen
Der Stutenbesitzer ist verpflichtet, dem Deckstellenleiter bei Stationswechsel jede Vorbedeckung seiner Stute zu melden. In jedem Fall sind Mitgliedsnummer und Equidenpass erneut vorzulegen. Die Hengsthalter und Stationswärter erhalten Anweisung, die Bedeckung nicht durchführen zu lassen, wenn diese Voraussetzungen
nicht erfüllt sind.


5. Deck-/Besamungsbestätigung
Für den Stuteneigentümer wird der Deckbestätigungsbeleg nach erfolgter Bedeckung/Besamung seiner Stute in der ersten Rosse
ausgestellt.


6. Stutengesundheitsdienst
Zur Förderung der Fruchtbarkeit und zur Verhinderung von Übertragungen seuchenähnlicher Erkrankungen bei unseren Hengsten und Stuten werden für die Decksaison folgende Vorschriften für die Hengststationen der Holsteiner Verband Hengsthaltungs
GmbH, Elmshorn erlassen:

I. a. Den Hengsten dürfen zur Bedeckung grundsätzlich nur geschlechtsgesunde Stuten zugeführt werden.

b. Alle güsten Stuten, dreijährige und ältere erstmalig zu deckenden Stuten, Stuten, die verfohlt oder ein totes oder lebensschwaches Fohlen zur Welt gebracht haben und Stuten mit Erkrankungen nach der Geburt (Nachgeburtsverhalten usw.), sind möglichst bald durch klinische und bakteriologische Untersuchungen (Tupferprobe) tierärztlich untersuchen zu lassen. Es wird dringend gefordert, diese Untersuchung und
die Tupferprobe während einer Rosse durchzuführen. Dem jeweiligen Deckstellenleiter ist ein entsprechendes tierärztliches Attest zusammen mit dem Ergebnis der Tupferprobe vorzulegen.

c. Die Geschäftsleitung behält sich vor, auf einzelnen Stationen oder allgemein bei besonderen Verhältnissen zusätzliche Vorschriften zu erlassen.

d. Stuten, die aus Beständen stammen, die von seuchenhaften Erkrankungen betroffen sind oder waren (u. a. virusbedingte Aborte) dürfen nur nach Genehmigung des betreffenden Stationstierarztes
zur Besamung auf eine Station der Holsteiner
Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn verbracht werden.

e. Besitzern von Stuten ist es unbenommen, weitere Untersuchungen zur Verbesserung der Fruchtbarkeit durchführen zulassen. Es wird empfohlen, bei Nichtträchtigkeit die Stuten auch auf CEM untersuchen zu lassen.

II. a. Stuten, die zum zweiten Male umrossen, dürfen nicht gedeckt werden, bevor dem Stationsleiter/Tierarzt ein tierärztliches Attest über die Gesundheit der Stute vorgelegt wird.

b. Dem Stutenbesitzer wird empfohlen, bereits beim ersten Umrossen eine entsprechende Untersuchung vornehmen zu lassen.

III. a. Den Besitzern wird weiterhin empfohlen, ihre Stuten auf Frühträchtigkeit untersuchen zu lassen (15.-17.Tag / 28.-30.Tag / ggf. 42.Tag, je nach Anweisung des Besamungstierarztes).

7. Stutenuntersuchungen
Aufgrund der Erfahrungen unserer Besamungstierärzte auf den Stationen der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn wurde angeregt, die Untersuchung der Stutentupfer auf folgende Keime festzulegen:

1. Betahaemolysierende Streptokokken
2. Haemolysierende E Coli
3. Pseudomonaden
4. Klebsiellen
5. Sproßpilze
6. Staphylococcus aureus

Dem Stationsleiter ist vor der Bedeckung (Natursprung) das tierärztliche Attest über das Freisein der oben genannten Keime des Stutentupfers vorzulegen. Nur danach ist eine Bedeckung im Natursprung möglich. Die für den Natursprung erforderliche Untersuchung der Tupferprobe gilt für die künstliche Besamung bei dreijährigen güsten Stuten vor der ersten Besamung und bei Fohlenstuten beim ersten Umrossen als Empfehlung und beim zweiten Umrossen als Pflicht. Das Ergebnis der Tupferuntersuchung darf nicht älter als sechs Wochen sein und bedarf der Schriftform.

8. Abrechnung der tierärztlichen Aufwendungen bei Besamungen auf Holsteiner Verbandsstationen und bei Hofbesamungen
Besamungen durch die Hengste der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn beginnen ca. am 16. Februar 2017. Dem Züchter stehen für die Abrechnung der tierärztlichen Aufwendungen für jede Stute individuell zwei Möglichkeiten zur Verfügung, wobei die Entscheidung hierüber im Rahmen des auf der Station zuschließenden Deck-/Besamungsvertrages vor der
ersten Besamung der Stute schriftlich zu erfolgen hat:

A. Direkte Einzelabrechnung mit dem Tierarzt auf Grundlage der tierärztlichen Gebührenordnung oder

B. Abrechnung gemäß der jeweils gültigen Pauschale
a. Stationsbesamungspauschale Frischsamen 150,– Euro + MwSt. (Brutto 178,50 Euro)

b. Stationsbesamungspauschale TG-Samen 340,– Euro + MwSt. (Brutto 404,60 Euro)

c. Hofbesamungspauschale 270,– Euro + MwSt. (Brutto 321,30 Euro)

Allgemein:
Die Pauschale beinhaltet jeweils die gynäkologischen Untersuchungen und Besamungen während 3 Rossen. Bei b) wird in den ersten beiden Rossen mit TG-Samen besamt, bei Nicht-Trächtigkeit erfolgt die Besamung in der dritten Rosse mit Frischsamen eines Verbandshengstes.

Die Pauschale beginnt, wenn neben einer sichtbaren äußeren Rosse am Probierhengst ein besamungsfähiger Follikel (mind. 35 mm) vorhanden ist, wobei der Stationstierarzt über die Besamungsfähigkeit der Stute entscheidet. Ist dieser besamungsfähigen Follikel nicht vorhanden, werden die notwendigen Untersuchungen
und Behandlungen, bis ein solcher vorhanden ist, vom Tierarzt gesondert berechnet.

Ab der vierten Rosse werden die Kosten generell vom Tierarzt in Rechnung gestellt. Follikelkontrollen außerhalb der Rosse sowie zusätzliche medizinische Behandlungen, bspw. Ovulationsterminierungen,
Tupferproben, Trächtigkeitskontrollen und tiefgefrierspezifische Hormonbehandlungen werden den Stuteneigentümern vom Tierarzt gesondert in Rechnung gestellt.

Für Stuten, die im Zuchtjahr 2017 in der Frischspermabesamung (Stations- und Hofpauschale) nicht aufgenommen haben, ist im Folgejahr die erste Besamungsrosse (Follikelkontrolle + Besamung)
kostenlos. Die Besamungspauschale wird in diesen Fällen erst ab der 2. Rosse fällig. Eine Übertragung auf eine andere Stute ist nicht möglich; ebenso gilt diese Regelung nicht für die TG-Pauschale. Voraussetzung ist ein Attest über die Nichtträchtigkeit, das bis zum 15. September 2017 bei dem jeweiligen Besamungstierarzt
vorliegen muss. Den Züchtern wird generell empfohlen, zu diesem Zeitpunkt eine Trächtigkeitskontrolle aller Stuten durchführen zu lassen, um im Falle von nicht (mehr) tragenden Stuten bereits frühzeitig notwendige medizinische Behandlungen/Vorbereitungen für die neue Zuchtsaison planen zu können und die Stuten sauber
in den Winter zu schicken.

Bei jedem Stationswechsel ist eine erneute Tierarztkostenpauschale zu entrichten. Diese wird vom jeweiligen Tierarzt direkt in Rechnung gestellt. Die bei einem nach dem 1. August 2017 vorgenommenen Stationswechsel anfallenden Tierarztkosten werden nicht in einer Pauschale, sondern nach Aufwand direkt vom behandelnden Tierarzt in Rechnung gestellt.

Zusätzlich zu b)
Aufgrund der mehrfach täglich notwendigen Untersuchungen bei der Verwendung von TG Samen („Besamung auf Punkt“), werden anfallende Fahrtkosten außerhalb der regulären Stationszeiten nach Aufwand gesondert in Rechnung gestellt.

Für die TG-Pauschale kommen nur Hengste infrage, die von der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn ausgewählt wurden und die nachweislich besamungsfähig mit ausreichendem Befruchtungsindex sind. Die Stuten müssen vom Stationstierarzt als geschlechtsgesund und mit ausreichend positiver Trächtigkeitsprognose akzeptiert werden, um für die Abrechnung nach der TG-Pauschale in Frage zu kommen. Hohes Alter, akute und chronische Erkrankungen des Geschlechtsapparates, wiederholte
Güstzeiten etc. können zu einer Ablehnung der Pauschale führen.
Eine derartige Ablehnung ist vom Stationstierarzt nachvollziehbar zu begründen und mit dem Tierbesitzer eingehend zu erörtern. Besteht der Tierbesitzer trotz deutlich fraglicher oder schlechter Trächtigkeitsprognose auf eine TG-Besamung, ist „Einzelabrechnung“
anzuwenden und auf ein erhöhtes Kostenrisiko hinzuweisen.

Zusätzlich zu c)
Für die Hofbesamung werden folgende Regelungen getroffen:

1. Es müssen die Grundanforderungen  (Untersuchungsstand (nach Vorgaben des Tierarztes), Stellfläche für Ultraschall und medizinisches Gerät, Waschmöglichkeit, Stute befindet sich im Stall (tierärztliche Wartezeiten können gesondert berechnet
werden)) im Züchterstall erfüllt werden. Im Einzelfall
kann der Tierarzt die Besamung ablehnen (z. B. mangelhafte Bedingungen, übermäßige Anfahrtswege)

2. Für die Besamungen auf den Züchterhöfen kommen nur die Tierärzte in Frage, die eine Besamungsstation der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn betreuen oder als vertraglich angeschlossene Praxis der entsprechenden Station tätig sind.

3. Die Bestellung des Samens erfolgt über die im Bereich des Züchters liegende Station der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn, von der die nötigen Daten gesammelt werden und welche die Bestellung in Elmshorn tätigt. Der Züchter muss vor der ersten Besamung einen Besamungsvertrag schriftlich abschließen. Der Samen wird von Elmshorn an diese Deckstation ausgeliefert. Pro Rosse werden maximal 3
Besamungsportionen gewährt.

4. Der Stationstierarzt bzw. die vertraglich angeschlossenen Praxen nehmen den Samen in Empfang, besamen die Stute auf dem Hof des Züchters und rechnen die Kosten direkt mit dem Züchter wie vereinbart ab.

5. Der mit der Besamung beauftragte Tierarzt ist für das vollständige und ordnungsgemäße Ausfüllen der Unterlagen verantwortlich und sorgt dafür, dass nach Ende der Decksaison die Durchschrift der Unterlagen an die Besamungsstation in Elmshorn übergeben wird.

6. Für die Hofbesamung kommen nur Hengste in Frage, die vom Vorstand und der Geschäftsführung der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn in Zusammenarbeit mit dem Stationsleiter der Besamungsstation in Elmshorn dafür ausgewählt werden.

SAMENVERSAND

SAMENVERSAND
Die Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH versucht alle Züchter bestmöglich mit dem gewünschten Samen zu versorgen.

Samenversand auf die Verbandsstationen
Die Züchter innerhalb Schleswig-Holsteins haben die Möglichkeit Samen fast aller Hengste auf jeder Deckstation der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn zu erhalten (siehe Decktaxenliste).
Der Samen wird per Nachtkurier an die gewünschte Station ausgeliefert. Eine weitere Möglichkeit für die Züchter innerhalb Schleswig-Holsteins ist die Hofbesamung. Bei dieser Variante wird der Samen nach Ankunft auf Station der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn direkt an vertraglich zugelassene Besamungstierärzte weitergeleitet,
die dann die Stute direkt auf dem Züchterhof besamen.


Samenversand außerhalb Schleswig-Holstein
Für die Züchter, die nicht mit einer Station der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn zusammen arbeiten, wird der Samen direkt an die jeweiligen Tierärzte auf Bestellung versandt. Für diesen
direkten Samenversand an den Züchter oder Tierarzt werden die Versandkosten extra in Rechnung gestellt. Die Versandkosten hierfür gehen zu Lasten des Züchters, ebenso wie amtstierärztliche Begleitpapiere pro Hengst und Sendung zum Versand des Samens außerhalb Deutschlands (Versandkosten + ca. € 45,00).

Für den Versand von Tiefgefriersperma stellt der Kunde den Container und zahlt eine Stickstoff-Pauschale. Alternativ kann ein Einweg-Container für 100,- Euro zzgl. Stickstoff-Pauschale von 25,- Euro erworben werden.
In der Decktaxen-Liste sehen Sie, welche Hengste für den Versand auf die Stationen, für den bundesweiten oder europäischen Frisch-Samenversand zur Verfügung stehen.

Für die rechtzeitige Auslieferung gibt die Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH, Elmshorn keine Gewähr, sofern der Samen ordnungsgemäß durch die Besamungsstation an das Transportunternehmen
übergeben wurde. Der von der Besamungsstation mitgelieferte Samenverwendungsnachweis ist vom Tierarzt bzw. Besamungsbeauftragten vollständig ausgefüllt und unterschrieben zusammen mit der
Versandbox an die Besamungsstation der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH in Elmshorn zurück zu schicken.

Wie können wir Ihnen weiter helfen?

Wenn Ihnen noch weitere Informationen fehlen oder Sie Fragen zu den Bedingungen haben, rufen Sie uns gern unter +49 4121 92414 an.