Hengstleistungsprüfung

Informationen zur Hengstleistungsprüfung:

(Auszug aus der Satzung des Verbandes der Züchter des Holsteiner Pferdes e.V.)

Leistungsprüfungen

4.1 Allgemeines
Es werden nur Ergebnisse von Leistungsprüfungen anerkannt, die nach § 4 TierZG oder der Leistungsprüfungsordnung (LPO) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) bzw. dem Reglement der Federation Equestre Internationale (FEI) durchgeführt werden, sofern sie dem § 4 Abs. 4 TierZG entsprechen. Darüber hinaus werden nur Ergebnisse von Leistungsprüfungen berücksichtigt, wenn diese vom Verband und von der FN anerkannt sind.


4.2 Hengstleistungsprüfung
Hengstleistungsprüfungen sind Prüfungen gemäß § 4 TierZG. Sie werden nach den allgemein anerkannten Regeln des Reitsports durchgeführt. Sie können als Stationsprüfung, als Turniersportprüfung oder als Kombination aus Veranlagungsprüfung und Stationsprüfung oder als Kombination aus Veranlagungsprüfung und Turniersportprüfung durchgeführt werden.


4.2.1 Veranlagungsprüfung gemäß § 4 Abs. 2 TierZG

Die Prüfung dauert 30 Tage und besteht aus einer Vorprüfung und einem abschließenden Test. Der Prüfungsbeginn für 3jährige Hengste ist frühestens der 1. März eines jeden Jahres. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn ein Endergebnis (gewichtete Endnote) von mindestens 7,0 erreicht wurde.


4.2.2 Stationsprüfung gemäß § 4 Abs. 2 TierZG
Die Prüfung dauert mindestens 70 Tage und besteht aus einer Vorprüfung und einem abschließenden Leistungstest.

Die Prüfung gilt als bestanden, wenn mindestens 80 Punkte als Gesamtindex oder in einem Teilindex Springen oder Dressur mindestens 100 Punkte erreicht werden.


4.2.3 Turniersportprüfung gemäß § 4 Abs. 3 TierZG
Alternativ zur Eigenleistungsprüfung auf Station gilt die Leistungsprüfung auch dann als abgelegt, wenn die Hengste Erfolge in Turniersportprüfungen nachweisen können. Die Turniersportprüfung wird in den Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit durchgeführt.

Die Prüfung gilt als bestanden, wenn:

  • die 5malige Platzierung an 1. bis 3. Stelle Springen der KL S* oder die 3malige Platzierung mindestens in Springen der KL S** oder
  • die 5malige Platzierung an 1. bis 3. Stelle in Dressur der KL S oder
  • die 3malige Platzierung mindestens in Dressur/KL S - Intermediaire II oder
  • die 3malige Platzierung an 1. bis 3. Stelle in der Vielseitigkeit CCI */CIC ** (bzw. vergleichbare nationale Prüfungen wie GVL/VM oder die 3malige Platzierung mindestens in der Vielseitigkeit CCI **/CIC *** (bzw. vergleichbare nationale Prüfungen wie GVM/VS)
  • Nachweis der Qualifikation für das Bundeschampionat des 5jährigen Deutschen Dressurpferdes, Deutschen Springpferdes der Deutschen Geländepferdes für 5jährige Hengste oder
  • Nachweis der Qualifikation für das Bundeschampionat des 6jährigen Deutschen Dressurpferdes, Deutschen Springpferdes oder Deutschen Geländepferdes für 6jährige Hengste erbracht ist.


Hinweis:
Für 5jährige Hengste, die den Leistungsnachweis über die Kombination aus Veranlagungsprüfung und Turniersportprüfung erbringen gilt: Die Deckerlaubnis wird nur erteilt, wenn der Nachweis von einem Ergebnis von 7,5 und besser in
Dressurpferde-, Springpferde- oder Geländepferdeprüfungen der Kl. A oder Eignungsprüfungen als 4jähriger Hengst nachgewiesen werden kann. Hiervon ausgenommen sind Hengste, die nachweislich als 4jährige für das Bundeschampionat des Deutschen Reitpferdes qualifiziert waren.


Für die Veranlagungsprüfung (4.2.1) und die Stationsprüfung (4.2.2) gelten hinsichtlich der Zulassungsvoraussetzungen, des Prüfungsablaufes und der Beurteilungssysteme sowie für die Turniersportprüfung
(4.2.3) die Regelungen der Zuchtverbandsordnung (ZVO) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in der jeweils gültigen Fassung.