Das Holsteiner Sommer-Event feierte am Sonntag mit dem Fohlen-Verkaufstag, dem Jungzüchterwettbewerb und Springprüfungen für Nachwuchsreiter und Amateure bis Klasse S einen fulminanten Abschluss.

Nachdem an den vorherigen Veranstaltungstagen bereits die Landeschampions der jungen Springpferde gekürt sowie Reitpferde und Elite-Fohlen versteigert wurden, präsentierten die Holsteiner Jungzüchter am letzten Tag des Events, was sie in den vergangenen Wochen erarbeitet hatten: Der Fohlen-Verkaufstag hat sich als offene Plattform für den Austausch und freien Handel zwischen Züchtern und Kunden in den vergangenen Jahren bereits etabliert, in diesem Jahr hatten die Neu- und Jungzüchter des Holsteiner Verbandes die Aufgabe der Organisation übernommen. Interessante Fohlen von Hengsten wie Emerald, Van Gogh, Catch oder United Way wurden angeboten, insgesamt standen zwölf Fohlen zum Verkauf. „Wir haben uns sehr gefreut, dass der Verband uns diese Aufgabe anvertraut hat“, sagte Jungzüchterin Johanna Boysen. „Der Organisationsaufwand im Vorfeld war durch die Corona-Pandemie und die EVA-Fälle in diesem Jahr etwas größer. Der reibungslose Ablauf und die positiven Rückmeldungen von Züchtern und Interessenten haben aber gezeigt, dass es sich gelohnt hat.“ Vier Fohlen seien noch vor Ort verkauft worden, eines sogar direkt nach der Präsentation auf dem Herbert-Blöcker-Platz. „Viele weitere Züchter haben Telefonnummern mit potentiellen Käufern getauscht und stehen noch in den Verhandlungen“, so Boysen. Geschäftsführer Roland Metz hatte die jungen Organisatoren unterstützt und hofft, dass sich in Zukunft noch mehr Züchter beim Verkaufstag anmelden werden: „Wir haben Kapazitäten für 20 bis 25 Fohlen und es waren noch viele Interessenten aus ganz Europa vor Ort, die sich bereits am Vortag Offerten der Elite-Auktion gesichert haben – eine gute Plattform für den züchterischen Nachwuchs also.“

Beim Leistungsvergleich unter den Jungzüchtern wurden ein Beurteilungswettkampf und Freispringwettbewerb in jeweils zwei Altersklassen ausgetragen. Am besten beurteilten Kathrin Krohn (Altersklasse II) und Cindy Ehlers (Altersklasse I). Im Freispringwettbewerb waren Nikola Wraage mit Pferd Alex (AK II) und Clara Gretha Konopka mit Pony Tinja (AK I) siegreich.

Im Programm für junge Reiter und Amateure gab es zwei schwere Prüfungen, in denen um Sieg und Platzierungen geritten wurde. In der Abteilung für Junioren und Junge Reiter bekam Flemming Ripke mit Coranos die goldene Schleife angesteckt. In der Amateur-Konkurrenz gewann Franziska Bunte mit Cera Bella v. Clearway-Quinar, die ihre Mutter Silke Bunte (Hoffeld) selbst gezogen hat