Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH

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Frühjahrsauktion: „Sehr gutes Springen, interessante Pedigrees“

Erstellt von Carolin Tassius am 01.02.17 11:07

Am 18. März findet die Holsteiner Frühjahrsauktion statt. Die Kollektion ist ausgesucht. Erstmalig hat der Leiter der Vermarktungs GmbH auch dreijährige Pferde in das Lot aufgenommen. Dr. Jörgen Köhlbrandt über die Kollektion, den Markt und seine Kunden.

In diesem Jahr haben Sie auch ein Lot dreijähriger Pferde in die Kollektion aufgenommen. Was waren die Beweggründe dafür?

Dr. Köhlbrandt: „Im Wesentlichen gab es zwei Beweggründe. Zum einen möchten wir unseren Holsteiner Züchtern einen weiteren Absatzmarkt bieten. Bisher gab es nur die Möglichkeit, über unsere Fohlenauktionen oder über die Reitpferdeauktion zu vermarkten. Doch für viele Züchter ist der lange Weg der Ausbildung aus Kosten- und Zeitgründen schwer realisierbar. Mit der Auktion der Dreijährigen haben wir nun eine Lösung gefunden, die es ermöglicht, ein Pferd zu verkaufen, das noch ganz am Anfang seiner Ausbildung steht. Zum anderen haben unsere Kunden auf diesem Weg die Gelegenheit, ein unentdecktes, aber vorselektiertes Talent aufzutun und selbst auszubilden.“

Haben Sie denn während Ihrer ersten sechs Monate als Leiter der Vermarktung die Erfahrung gemacht, dass Kunden wieder vermehrt nach rohen Pferden suchen?

Dr. Köhlbrandt: „Ja, das kann man schon so sagen. Natürlich sind nach wie vor gut ausgebildete und top-veranlagte sechs- bis achtjährige Pferde gefragt, aber es sieht so aus, als ob der Trend auch wieder dahingeht, Dreijährige zu kaufen. Viele Kunden fragen auch gezielt nach interessant gezogenen Stuten, die sie vor oder nach dem Sport als Zuchtstute einsetzen wollen.“

Wie viele Dreijährige haben sie gefunden? Und wie ist die Qualität?

Dr. Köhlbrandt: „Unser diesjähriges Auktionslot umfasst insgesamt 43 Pferde, elf von ihnen sind drei Jahre alt. Und die Qualität ist gut. Allesamt haben sie uns mit sehr gutem oder außergewöhnlichem Freispringen überzeugt. Die Pferde sind überwiegend logiert und teilweise alters entsprechend angeritten. Dazu kommt, dass wir viele Pferde mit sehr interessanten Pedigrees gefunden haben. Ich denke da an internationales Blut mit Holsteiner Einschlag wie Mylord Carthago und Tornesch, aber auch an Nachkommen von Crunch, Clinton I, Casalito und Cascadello I – was insbesondere bei den Stuten interessant sein dürfte. Denn sie könnten im Prinzip direkt nach der Auktion zum Hengst kommen.“

Und nichtsdestotrotz gehören zur Kollektion auch etwas erfahrenere Pferde. Worauf können Ihre Kunden sich freuen?

Dr. Köhlbrandt: „Ja, selbstverständlich! Von vier bis sieben Jahren haben wir alles dabei. Nachkommen von Casall, Diarado, Cassini, Contender, Cormint oder zum Beispiel Spartacus. Und auch für jede Ambition. Ich denke da zum Beispiel zwei Siebenjährige, die aus 2016 bereits Erfolge auf M-Niveau haben und sofort in der internationalen Youngster-Tour zum Einsatz kommen könnten. Und auch fünf und sechs Jahre alte Pferde, die größtenteils über Turnier-Erfahrung verfügen. Mit ihnen kann man quasi direkt in die anstehende Saison starten. Und dann haben wir einige sehr gut springende Vierjährige, bei den es sich lohnt, Arbeit in ihre Ausbildung zu investieren.“

 

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Topics: Auktion, Interview