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Cordillo: Von der Holsteiner Auktion zum Hamburger Springderby

Erstellt von Carolin Tassius am 06.06.17 14:46

Der Corrido-Candillo-Sohn Cordillo erblickte 2008 das Licht der Welt im Stall von Erik Schöning in Sipsdorf. Vier Jahre später wechselte er über die Holsteiner Frühjahrsauktion in Elmshorn in den Besitz des Stalls Magdalenenhof. „Schon damals war Cordillo ein auffälliges Pferd mit sehr viel Vermögen. Dazu kam, dass ich auch seinen Vater Corrido bereits geritten habe – da schaut man schon zwei Mal hin“, verrät Nisse Lüneburg seine Beweggründe, warum er sich damals für Cordillo entschieden hatte.

Cordillo stammt zudem aus einer erfolgsverwöhnten Mutterlinie. Seine Großmutter Gala v. Caretino, dem Vater des legendären Casall, ist zugleich die Mutter von Hans-Thorben Rüders Erfolgspferd Orlanda (v. Julio Manier xx) sowie der in 1,55m-Springen siegreichen Upsala v. Quite Capitol. Die Urgroßmutter, Corlanda von Landgraf I, hat in Verbindung mit Riverman die Stute Liberte gebracht. Sie ist die Mutter von Cool and Easy v. Contender (Hans Dieter Dreher).

Zunächst bildete Stefan Parow, Bereiter im Stall Magdalenenhof, den Braunen aus. Sechsjährig übernahm Nisse Lüneburg dann seinen Beritt. Siebenjährig stellten sich sogleich die ersten Erfolge in der schweren Klasse ein. In diesem Jahr - Cordillo ist nun neun Jahre alt – entschloss sich Nisse Lüneburg mit ihm beim Deutschen Springderby in Klein Flottbek an den Start zu gehen. „Ich habe erst relativ spät entschieden, dass Cordillo am Derby teilnehmen soll“, gibt der 28 Jahre alte Springreiter zu. „Im Training hat er alle Derbyhindernisse auf Anhieb ohne Probleme gemeistert“, so Lüneburg weiter. Die erste Qualifikation war „ordentlich“ und in der zweiten unterliefen dem Paar 12 Strafpunkte. Allerdings zwei davon an den „normalen“ Hindernissen zu Anfang des Parcours und einer am Wassergraben. „Etwas zu brav“ sei er zum Wasser geritten, resümierte er. Nach den Qualifikationen habe er beim besten Willen nicht damit gerechnet, fehlerfrei zu bleiben. Eher habe er es für möglich gehalten, eine „gute Runde“ zu absolvieren.

Im Derby am Sonntagnachmittag lief es dann aber nicht „nur gut“, sondern alles nach Maß. Der sympathische Holsteiner Publikumsliebling, der mit Calle Cool bereits zweimal in diesem Springen siegreich gewesen war, und der noch Derby-unerfahrene Cordillo lieferten eine souveräne Vorstellung ab. Da tobte das Hamburger Publikum natürlich. Und Nisse Lüneburg freute sich zu Recht.
Neben Cordillo hatten es noch zwei weitere Holsteiner Pferde ins Stechen geschafft. Zera v. Cero unter Pato Muente und Claus Dieter v. Clarimo mit Gilbert Tillmann. Am Ende wurde es der dritte Platz für den erst neun Jahre alten Cordillo, dem Nisse Lüneburg „sehr viel Vermögen, eine super Einstellung, Verlässlichkeit und eine gehörige Portion Mut“ attestiert. Also alles das, was ein gutes Derby-Pferd mitbringen muss. Typisch Holsteiner!

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