Die ansteckende Blutarmut der Einhufer, auch als Equine Infektiöse Anämie (EIA) bezeichnet, ist eine bei Pferden, Eseln und Maultieren auftretende und durch ein Virus hervorgerufene Tierseuche.

Das Virus wird durch stechende Insekten übertragen. Die Tierseuche unterliegt der Anzeigepflicht, d.h. wird sie festgestellt, werden staatliche Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet, um die Infektionsquelle zu ermitteln und die weitere Verschleppung zu verhindern.
Zwischen Januar 2017 und April 2018 wurde das Virus bei 15 Pferden, vorrangig Poloponys nachgewiesen. 2020 erfolgte ein Nachweis bei einem aus Spanien nach Hessen importierten Pferd.
Die Einhufer-Blutarmut-Verordnung, die die Bekämpfung der Infektiöse Anämie regelt, wurde aktuell mit dem Ziel angepasst, dass im Falle eines Ausbruchs der Erkrankung die Nachforschungen für sie Veterinärämter vereinfacht werden. Durch die Ergänzung der Verordnung werden Veranstalter dazu verpflichtet, Listen zu führen, um den Namen, die Transpondernummer bzw. die Lebensnummer und die Kontaktdaten des Haltungsbetriebes eines jeden Pferdes zu erfassen. Die Listen müssen drei Kalenderjahre aufbewahrt und auf Verlangen den zuständigen Behörden vorgelegt werden. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung weist daraufhin, dass die Umsetzung der Verordnung von Bundesland zu Bundesland variieren kann. Es ist wichtig, die Informationen der jeweiligen Veterinärbehörde zu beachten!

Mehr Informationen über EIA und die Umsetzung der Einhufer-Blutarmut-Verordnung finden Sie unter https://www.pferd-aktuell.de/ausbildung/pferdehaltung/hygiene-im-pferdestall in dem Absatz „Übersicht der für Pferde ansteckenden Krankheiten.“

Foto:  Janne Bugtrup