Mit den Stations- und Feldprüfungen werden beim Holsteiner Verband die Zuchtstutenprüfungen abgehalten. In einem Baustein des Holsteiner Leitfadens wurde bereits erklärt, wie eine 14-tägige Stationsprüfung abläuft. Die eintägigen Feldprüfungen finden in diesem Jahr am 29. April, 5. Mai und 23. Juni in Elmshorn statt. Doch welche Stuten können bis wann angemeldet werden? Welche Bedingungen müssen die Pferde erfüllen und wie werden sie geprüft? Welche Vorteile hat eine erfolgreich abgelegte Stutenleistungsprüfung? Die neue Serie Holsteiner Leitfaden gibt Antworten auf diese und andere Fragen rund um das Thema Holsteiner Zucht.

Die eintägige Feldprüfung wird im Auftrag des Holsteiner Verbandes durch die Landeskommission für Pferdeleistungsprüfungen Schleswig-Holstein durchgeführt. Sie beginnt mit der Bewertung des Freispringens durch zwei Richter. Anschließend wird die Stute unter dem eigenen Reiter in einer Abteilung von bis zu vier Pferden erneut der Jury zur Überprüfung der Grundgarten und der Rittigkeit vorgestellt. Dann erfolgt der Fremdreitertest zur Beurteilung der Rittigkeit. Die Stuten sollten ihren Reiter problemlos aufsteigen und sich in den drei Grundgangarten remontemäßig in der Bahn reiten lassen. Die Vorbereitungsrichtlinie ist hier veröffentlicht.

Bisher waren drei- und vierjährige Stuten zur Feldprüfung zugelassen, 2021 können erstmals auch Fünfjährige den Test ablegen. „Auf Wunsch einiger Züchter machen wir das gerne möglich“, erläutert Zuchtleiter Stephan Haarhoff, „für diejenigen Stuten, die noch etwas Zeit bis zum Beginn ihrer Ausbildung erhalten oder bereits ein Fohlen bekommen haben.“ Außerdem kann bei der Teilnahme einer Stute an der Feldprüfung am 29. April (nur bei diesem Termin!) auch direkt eine Eintragung in das Zuchtbuch des Holsteiner Verbandes erfolgen, ohne einen separaten Eintragungstermin zu besuchen. Bitte geben Sie bei der Nennung an, ob Ihre Stute in das Zuchtbuch eingetragen werden soll.

Die Exterieurbewertung zur Eintragung in das Zuchtbuch erfolgt vor dem Freispringen der Stuten auf dem Außenplatz (Horstmanns Garten). Das Stockmaß wird vor der Vorstellung an der Hand erfasst. Legen Sie hierzu bitte auch den Equidenpass der Stute vor. Die Bewertung der Grundgangarten freilaufend erfolgt während der Vorstellung beim Freispringen. Eine erfolgreich abgelegte Stutenleistungsprüfung ist unter anderem Voraussetzung für die Vergabe eines Staatsprämientitels.

Um die Eignung einer jeden Stute noch besser gewichten zu können, kann die Bewertung dressur- oder springbetont – je nachdem, was der Anmelder der Stute auf dem Nennungsformular angegeben hat – erfolgen. Bei dressurbetonten Stuten werden beispielsweise die Grundgangarten und die Rittigkeit, bei den springbetonten Stuten das Freispringen höher gewichtet. Aus den Gewichtungen der Benotung der einzelnen Merkmale ergibt sich die Endnote der Feldprüfung.

Die Landeskommission für Pferdeleistungsprüfungen in Bad Segeberg nimmt die Anmeldungen für die Feldprüfung entgegen: Hier finden Sie die Ausschreibung.

Nennungsschluss ist jeweils 14 Tage vor Prüfungstermin: am 12. April, 21. April und 9. Juni 2021). Holsteiner Stuten, die von einem Junghengst oder einem Vollbluthengst abstammen, einem Mitglied des Holsteiner Verbandes gehören und eine Prüfung in Schleswig-Holstein abgelegt haben, erhalten eine Förderung in Höhe von circa 500,- Euro.

Sollten Sie Fragen zur Feldprüfung haben, melden Sie sich jederzeit gerne bei Götz Hartmann (Geschäftsstelle Kiel): Telefon: 0431-305996 1, Mail: hartmann@holsteiner-verband.de

Foto: Janne Bugtrup